Hektor kommt auf ein Krauli vorbei ❤️.
Und so geht’s meinem Fuß zur Zeit. Bin wieder mobil, trage aber noch diese sexy Zehensocke (und das Tag und Nacht und auch beim Sex) sowie einen orthopädischen Schuh, wenn ich gehe.

Kürzere Strecken bewältige ich bereits ohne Krücken, ich darf den Fuß voll belasten, jedoch noch nicht abrollen. Diese Art der Fortbewegung ist mit der Zeit ganz schön anstrengend, da man den Fuß nie normal aufsetzen kann, weshalb ich für “längere” Strecken noch Krücken bevorzuge (so trainiert waren meine Brust- und Schultermuskeln wohl noch nie… 🫣). Spaziergänge sind also noch nicht ganz drin, aber in häuslicher Umgebung hab ich keine Einschränkungen mehr. 

Ein ganz wichtiger Meilenstein für mich: Ich kann wieder fahren! So ganz ans Haus gebunden zu sein, das war für mich wirklich orsch. Die erste Autofahrt fast 2 Wochen nach der OP war eine unbeschreibliche Befreiung!

Das bedeutet: Meine engsten Geschäftsfreunde, (also die, denen die Zehensocke wurst ist) besuche ich ab sofort wieder. 

(Wenn du nicht weißt, ob du ein enger Geschäftsfreund bist, bist du wahrscheinlich keiner. 😁)

Let’s grow! 💫

Thorja 

Independent Escort Wien

…ist die einzigartige Begleitung für nette Menschen. ❤️

Liebe Leser, ich darf euch davon unterrichten, dass ich ab 03. bis voraussichtlich 20.04. keinerlei Termine wahrnehmen kann. Grund ist eine orthopädische OP an einem Fuß. Ich bin sehr erleichtert, das endlich in Angriff zu nehmen, da ich diese Korrektur schon Jahre vor mir her schiebe!

Ich meld mich zwischendurch mal, wie es mir geht und freu mich sehr, meine lieben Stammkunden gegen Ende April wieder zu sehen! 😊❤️

Eure Thorja

Hier könnt ihr nochmal von meinem “alten” Fuß (rechts im Bilde) Abschied nehmen 😅

Nachdem die Lichter im Akademietheater ausgingen, haben wir uns strikt auf die Vorstellung konzentriert. Die meiste Zeit jedenfalls. Über die Nacht, die sich dann anschloss, wissen nur die verschwiegenen Spiegel im Hotel Josefine zu berichten. Dort gibt´s übrigens eine 1A-Cocktailbar, das berühmte Barfly, welches sich bestens zur hochintellektuellen Nachbesprechung des soeben Gesehenen eignet. Beim zweiten Espresso-Martini driften die Gedanken dann wohlig zum weiteren Verlauf der Nacht. Ich danke dir fürs Ausführen! You know who you are. 🙂

Die Kultur Specials sind wieder aktualisiert! Hier ein kleines, sehr diskretes Intro: 

Jedem kann mal was dazwischen kommen, klar. Dafür hat man doch Verständnis, nicht wahr? 😉 Ich präsentiere euch hier die schönsten Absagen des Jahres 2023. Für jeden dieser Interessenten habe ich einen Termin tage- bis wochenlag freigehalten und andere zahlungswillige Interessenten abgewiesen, einmal sogar ein Eltern-Lehrer-Gespräch am Gymnasium verschoben. Vielleicht habt ihr jetzt Verständnis dafür, dass Anzahlung oftmals eine gute Investition in gegenseitiges Vertrauen ist. Beachte: Anzahlungen an mich verschwinden nicht im Nirwana, sondern gehen an ein inländisches Konto, dessen Inhaberin dir mit Namen bekannt ist (siehe Impressum): No Risk – Have Fun! 

 

 

Immer diese Weiber…
Tja, Wien verursacht einfach sofort Leistenrötungen, was soll man da machen? 🤷‍♀️
Stimmt, werd ich nicht glauben, das hat er Recht 👌
Na gut, dass er nach 2 Wochen Reservierung des Termins dann am vereinbarten Tag draufkommt, dass er sich doch nicht so ganz sicher ist, ob er sowas überhaupt will und braucht. So geht man echt sparsam mit den Ressourcen anderer um.
Er wollte wohl so schnell zu mir nach Wien, dass ein Polizist mir mein Honorar wegschnappen musste. ☠️
Schirche Unfälle am laufenden Band. Ob da derselbe Polizist involviert war?
Nun gut, der Bannenstreifen ließ seine Gedanken an unsere Vereinbarung verbannen.
Die arme Mama muss herhalten. Den Hamster und den Wellensittich hatten wir schon.
Fühlt sich nicht gut an. Besser, das fällt einem 2h vor dem Date ein, als nie.
Natürlich hat man nie wieder von ihm gehört.
…auch er blieb verschollen in den Weiten des Internets.

Liebe Leser:innen, ich freue mich immer über Post, die mich über mein Buchungsformular erreicht, bedeutet dies doch meist, jemand meint es ernst mit mir, da die betreffende Person sich das ganze Anamneseprozedere und Ausfüllen der von mir erbetenen Infos inklusive Klarnamen oder Anzahlungsangebot angetan hat. Der Kontakt zu mir und meiner Dienstleistung ist bewusst sehr hochschwellig angesetzt, um alle nur halb Interessierten und aus niederträchtigen Beweggründen anfragenden Personen möglichst effektiv zu vergraulen (dazu gehören vor allem: toxische Narzissten, die mich als Projektionsfläche für ihr fragiles Ego zu missbrauchen gedenken, mir gleich in der initialen Anfrage in gönnerhaftem Tonfall einen Vorgeschmack auf die von ihnen hinter der heuchlerischen Fassade von Anerkennung zu erwartenden Abwertungs- und Beschämungsversuche geben, und Freierforenschreiberlinge, denen misogyne Wichtigtuerei in meist haarsträubendem Deutsch und/oder das Ansehen durch ihre “Kollegen”, die sie nie im Leben persönlich treffen werden, mehr wert sind, als die intime Zeit, die sie mit einer Frau verbringen). 

Wie ihr seht, habe ich relativ klare Vorstellungen davon, wem ich meine Dienstleistung NICHT anbiete. Ansonsten bin ich ziemlich offen für die verschiedensten Eigenschaften von Interessenten. Ich lasse mich voll auf die Person ein, die mich bucht. Äußerlichkeiten sind hierzu absolut nicht relevant. Wer mir das Gefühl vermittelt, dass ich mich beim persönlichen Treffen wohl und sicher fühlen werde, wird eine Antwort von mir erhalten.

In den letzten Monaten gab es nun einen signifikanten Anstieg von Interessenten, die zwar grundsätzlich in meine Zielgruppe fallen würden, super nett und wertschätzend sind, die ich aber trotzdem nicht in der “Form” treffen kann, in der sie anfragen: Nämlich gemeinsam mit ihrer/ihrem PartnerIn. 

Woran es nun liegen mag, dass Paare mich in den letzten Monaten vermehrt als Escort in Betracht ziehen, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich freue mich natürlich ehrlich über dieses positive Interesse, welches mir hier zuteil wird. Daher fühle ich mich gerade ein wenig bemüßigt, meine Beweggründe darzulegen, warum ich für Paare nicht buchbar bin:

Paardynamik

Das liegt zum einen an der für mich nicht überblickbaren Dynamik, in die ich hineingezogen werde. Wenn ich Menschen nicht bereits persönlich kenne, ist für mich nicht abschätzbar, ob die Zusammenkunft zu dritt wirklich für alle Beteiligten so wünschenswert ist. Ich hatte da schon mal das Gefühl, dass hier eine Person eher übervorteilt wird und halt “mitmacht”, um der anderen Person einen Wunsch zu erfüllen. Das fühlt sich für mich ganz und gar nicht gut an.

Oft ist schon in der initialen Anfrage spürbar, dass ich eine Art Erfüllungsgehilfin sein soll für den Abbau einer Spannung oder auch Aggression, die zwischen den beiden Paarangehörigen besteht. Ob ich dazu “gebraucht” oder doch eher “missbraucht” werde, möchte ich nicht beurteilen, also begebe ich mich nicht in diese Situation. 

Komplexität und Steuerbarkeit

Ein weiterer Grund für meine Bedenken gegen Paarbuchungen liegt in mir selbst: Ich betrachte mich als pathologisch empathisch. Das wird mir mit 2 Personen schlicht und ergreifend zu viel. Das überfordert mich. Allein schon die Komplexität der Kommunikation steigert sich vom 2er- zum 3er-Setting ins Unermessliche. Ich kann dann schlechter steuern, was geschieht. Was viele bezweifeln oder in Abrede stellen ist wahr: Als Sexworker hat man normalerweise zu jeder Sekunde die Kontrolle über die Geschehnisse. Auch dann, wenn ich nach außen völlig passiv erscheine, so bin ich das, weil ich dies jetzt so entschieden habe, und ich bin es so lange, wie es mir angenehm und richtig erscheint. Diese Kontrolle kann ich aufrechterhalten, solange ich mit einem Kunden oder einer Kundin alleine bin. Sollte irgend etwas auftauchen, was mir auch nur im Ansatz unangenehm erscheint, so überführe ich das sofort und elegant in etwas anderes, sodass es wieder passt für mich. Natürlich ohne dass der Kunde oder die Kundin dies merkt.

Bin ich jedoch mit einem Paar zugange, wird dies ungleich schwieriger. Ich muss dann die Bedürfnisse beider Personen lesen und spüren, wer was erregend findet. Was, wenn ich etwa spüre, dass der Frau etwas gefällt, was der Mann nun mit mir zu tun gedenkt, was mir aber nicht so angenehm ist? Sie ist ja dann auch Kundin. Elegant ablenken und in was anderes überführen ist angesichts zweier Personen nicht mehr so easy. Es wird dann schwieriger, die Situation in eine Richtung zu lenken, die für mich beherrschbar ist. 

Gestus

Ein letzter Punkt für meine Abneigung gegen Paarbuchungen liegt für mich schließlich im Gestus vieler Paaranfragen. Oft schwingt in den Worten, die an mich gerichtet werden, ein Bild von meiner Tätigkeit mit, das diese quasi auf das Hinhalten von Körperstellen reduziert. Manchmal wird das auch ziemlich explizit so ausgesprochen. Die anfragenden Paare stellen sich dann gerne als Kontrast zu meinem sonstigen Job dar, den sie sich als ach so ermüdend und peinigend zusammenphantasieren – sodass ich wohl geradezu froh sein sollte, endlich mal was “Niveauvolleres” zu tun zu bekommen, als mich ständig nur ficken zu lassen. Wenig überraschend, dass diese Paare dann meist einen Pappenstiel an Honorar anbieten, denn schließlich hab aus deren Sicht ja ICH was davon, dass ich IHNEN zu Diensten sein darf. Üblicherweise ist da schon im ersten Satz von “attraktiv”, “niveauvoll” und “diskret” die Rede, was mein Interesse auf Weiterlesen auf sehr niedriges NIVEAU reduziert…

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…ist die einzigartige Begleitung für nette Einzelpersonen. 

…erwartet mich bald wieder. Ein Ort, an dem man in ungestörter Zweisamkeit einen ganzen Tag lang dem Alltag entfliehen kann. Ein Ort der einlädt, umspielt von ionisierendem Wasser aus den Tiefen der Erde, deine Sehnsüchte geschehen zu lassen, vielleicht sogar ganz unerhörte Dinge zu tun. ❤️ 

Wollen wir gemeinsam Zeit verbringen an diesem Ort? Ich freue mich, dich zu begleiten. Denn…

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…ist die einzigartige Begleitung für nette Menschen. ❤️ 

Und folge mir doch gratis auf Telegram für tägliche 🔥 Updates: https://t.me/+C3TD_JPQ-ug4YTc0

Erinnerungen… 🙂

 

Der Autositz unter mir, der Himmel über mir – und eine atemberaubende Begegnung vor mir. ❤ Das macht Independent Escort für mich aus. 

Hier hab ich eine kleine Compilation für euch, aus Videoschnipseln der jüngsten Vergangenheit, die sowohl privaten als auch geschäftlichen Begegnungen entstammen. Ich hab einfach mal geschaut, was der Handyspeicher so hergibt. Das eine oder andere kommt euch vielleicht bekannt vor, wenn ihr meine Blogs schon länger verfolgt. Wie ihr seht: Immer auf Achse bin ich, immer unterwegs für euch, von Glück zu Glück.

Und wenn auch du teilhaben möchtest an dieser großartigen Geschichte, dann werde Teil meiner Wege und schreib mir gleich eine nette Nachricht über mein Kontaktformular

Frei + unabhängig = Independent Escort Wien

Zwischen all dem Porno- und anderem Schweinskram muss doch auch mal Kulturgenuss sein! 😇 So hatte ich wieder die Ehre, einen lieben Kunden in die Oper zu begleiten und der Aufführung von Fidelio in Inszenierung von Otto Schenk beizuwohnen. 

Fidelio ist Beethovens einzige Oper und hat zum Inhalt, dass Leonore – als Mann, nämlich Fidelio, verkleidet, in einem Gefängnis arbeitet, um ihren dort zu Unrecht inhaftierten Ehemann zu befreien.

Beethovens Anspruch war (unter anderem), herauszuarbeiten, dass Hoffnung und Liebe der Einzelnen bis ins Große weiterwirken können und auch wir als Individuen Kursänderungen und tiefgreifenden Wandel auf einer gesellschaftlichen Ebene anregen können. Ein Metathema, wie es wohl aktueller nicht sein könnte. 

 

Doch der Hauptakt fand für uns dann erst später im Hotel statt. Nach intensivem Glockengeläut gab es noch ein paar Schwanzwatschen. Die sind ausführlich im Membersbereich zu sehen. Auf Onlyfans kann ich das nicht zeigen, da zu arg für die dort herrschende Sitte und Moral. 😱😆

 

Vielen Dank für die Entführung in die Oper und in dein Vertrauen – you know who you are. 🥰 

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…ist die einzigartige Begleitung für intelligente Menschen. ❤️ 

Nachdem ich gleich in der Früh so schön morgenbesamt wurde (was Thorjaner im Membersbereich und alle auf www.onlyfans.com/thorja_hard sehen) machten wir uns auf den Weg in die Altstadt. Obwohl ich ja ursprünglich Linzerin bin, habe ich die Reichengasse neu entdeckt, ihres Zeichens die älteste Gasse von Linz, und die engste die ich jemals gesehen hab 😵 – siehe Video!

 

 

Ihr Name rührt daher, dass die Bewohner von Linz beim großen Brand von 1800 in einer Menschenkette durch diese Gasse einander Mann zu Mann Wasserkübel von der Donau empor reichten, um das Feuer zu löschen.

Es ist für mich total faszinierend, diese Stadt, deren Besonderheiten für mich früher so alltäglich waren, heute mit anderen Augen neu zu sehen. Ich wusste damals gar nicht zu schätzen, wie schön Linz ist. ❤️

 

In Anknüpfung an meine studentischen Zeiten in Linz durfte ein gutes Bier natürlich auch nicht fehlen. So statteten wir meinen alten Stammbeisln, dem Thüsen Tak und dem Aquarium einen Besuch ab. Es ist dort gemütlich wie vor 20 Jahren! 😁 Nach einigem weiteren Sight Seeing in der alten Heimatstadt machten wir es uns wieder im Hotel gemütlich. Morgen geht’s zurück nach Wien. 

Hier noch ein Arkadenhof, den mein Weitwinkel tatsächlich in ein Foto schafft! 💪

Und was darf bei einem Linzbesuch natürlich auch nicht fehlen? Richtig, eine Bosna! Die Bosna war mein Erstkontakt mit Fastfood überhaupt. 

 

Zum Glück haben wir dann gemeinsam nach Bier, Zwiebeln und Senf geduftet, sodass niemand beim Küssen ein schlechtes Gewissen haben musste. 😁

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Zum Verhältnis zwischen meinem Content und meiner Escortdienstleistung gelten diese Bestimmungen

Es ist immer schön, auf geschriebene Geschichte zurückzuschauen. Vielleicht möchtet ihr mich begleiten bei einer kleinen Rückschau auf die letzten fünf Jahre in mehreren Teilen. Ich such hierzu immer Fotos von damals aus. Was ihr hier seht, ist aus meinem ersten Outdoorshooting mit Phorus. Es ist das einzige Foto aus dem Shooting, wo ich zumindest halbwegs normal dreinschau. Ich verkneif mir da gerade das Lachen, weil der Knipsa irgendeinen Schmäh gemacht hat. Deshalb pose ich auch überhaupt nicht, der Bauch hängt raus – das beste und natürlichste Foto dieses Tages! Damals hätte ich mir nicht im Traum vorstellen können, wie die Dinge sich entwickeln würden. Jetzt, da ich meine Buchbarkeit für neue Kunden weitgehend beendet habe (Ausnahmen unter Kontakt) und das aktive Escorttreiben in die Vergangenheit rückt, verändert sich mein Blick auf die letzten Jahre. Ich kann vorausschicken, dass es ein sehr zufriedener Blick ist. Ob ich das ganze noch einmal machen würde, wenn ich neu anfangen könnte? Die Antwort lautet: Ja! Und um Marlene Dietrich zu zitieren, würde ich hinzufügen:

“Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.”

Doch wie hat das alles eigentlich begonnen? Vorausschicken möchte ich: Jede/r Sexarbeiter/in hat seine/ihre ganz persönliche Geschichte, individuelle Motivation oder Notwendigkeit, sich dieser Tätigkeit zuzuwenden. Die Beweggründe, erotische Dienstleistungen anzubieten, sind so vielfältig, wie die Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind. Heute will ich von meinem ganz persönlichen Anfang erzählen.

Es hat alles damit begonnen, dass ich sexuell unglücklich war in meiner langjährigen Partnerschaft. Ich war immer der Part, der initiierte, forderte und auf mäßig ausgeprägtes Interesse stieß. Menschen sind eben sehr unterschiedlich in ihrem erotischen Begehren. Als „unterversorgter“ Teil der Partnerschaft ist man immer derjenige, der sich einschränken muss, der auf die Position zurückgeworfen ist, zu bitten, der es sich lieber dreimal überlegt, ob er wieder mal einen Verführungsversuch wagt oder ob die Angst vor Zurückweisung überwiegt. Nach vielen Jahren entschieden wir schließlich, die Partnerschaft für mich nach außen zu öffnen. Die Alternative wäre Trennung gewesen, was wir jedoch beide nicht wollten. Also einigten wir uns darauf, Sexualität für mich außerhalb der Partnerschaft lebbar zu machen.

Doch sobald man sich als Paar zu dieser Vereinbarung durchgerungen hat, fängt die Arbeit erst richtig an. Es stellen sich dann Fragen der praktischen Umsetzung und vor allem auch der Sicherheit. Wie kommt man überhaupt zu Kontakten? Wie findet man Menschen für unverbindliche erotische Begegnungen? Und wenn man jemanden gefunden hat, mit dem man sich ein Treffen vorstellen könnte – wo trifft man sich? Es kam dann eine Phase, die man wohl als Dating-Hölle bezeichnen konnte. Ich erstellte mir Profile auf den gängigen „casual“ Dating Plattformen und erhielt täglich 100e Nachrichten von Männern. Die Flut an Kontaktaufnahmen war nicht zu bewältigen. Es war sogar so schlimm, dass ich nette Interessenten sofort aus dem Blick verlor, wenn ich ihnen nicht sofort antwortete, weil einige Stunden später schon wieder die nächsten 100 Nachrichten da waren, aber die dazugehörige App mich nicht weit genug in die Vergangenheit scrollen ließ, um den Interessenten wiederzufinden, der mir gefallen hätte.

Ich hatte wohl rund zehn echte Dates. Davon gab es nur einen Mann, den ich ein paar Mal traf. Von allen anderen fühlte ich mich in irgendeiner Weise unter Druck gesetzt, vereinnahmt oder verarscht. Die Männer schickten vorab etwa völlig unrealistische Bilder von sich, sodass ich mir einmal schon aus der Ferne dachte – um Gottes Willen, das soll er sein? Da kam ich mir richtig hintergangen vor. Ein anderer kam extra aus Salzburg und war dann schwer beleidigt, weil ich nicht mit ihm schlafen wollte. „Ich bin jetzt extra zwei Stunden angereist, jetzt erwarte ich aber schon, dass du mit mir ins Hotel gehst.“ Wohlgemerkt war ich da PRIVAT unterwegs, noch lange nicht als Dienstleisterin. Was konnte ich dafür, dass er zwei Stunden angereist war? Es hatte ihn ja niemand dazu gezwungen. Und jetzt erwartete er von mir, dass ich aus Höflichkeit mit ihm schlafe, einfach so? Unfassbar…

Der zweite, den ich traf, entpuppte sich auch gleich als Stalker, der es nicht fassen konnte, dass ich an keinem weiteren Treffen mit ihm interessiert war. Nachdem ich mehrere sehr ungehaltene, gekränkte Nachrichten von ihm erhalten hatte, blockte ich ihn schließlich kurzerhand. Das wollte er jedoch nicht hinnehmen. Er nahm dann mit verschiedensten Accounts auf allen Social Media Plattformen mit mir Kontakt auf und drohte, verfängliche Fotos von mir an meinen damaligen Arbeitgeber zu schicken. Es gelang mir aber, das abzustellen. Ich erkannte: Männer können sehr böse werden, wenn sie sich zurückgewiesen fühlen. Eine Frau, die sich die Frechheit herausnimmt, nein zu sagen, ist geradezu ein Affront für manche Charaktere.

Hinzu kam, dass sie sehr unter dem Druck zu stehen schienen, unbedingt zu „beeindrucken“. Alles klang so furchtbar angestrengt und mühsam. Ich dachte, was ich erwartete, war doch eigentlich ganz einfach: Nette Kontaktaufnahmen ohne Angeberei. Doch die meisten Nachrichten lauteten ungefähr so:

„Ich leite ein aufstrebendes Unternehmen, mache 5 mal die Woche Sport. Ich bin eine wahre Sexmaschine. Wenn du genauso konsequent beim Sex bist, wie ich beim Sport, dann könnt es etwas mit uns werden.“

Gähn. Den Interessenten war natürlich der eklatante Männerüberschuss auf all diesen Plattformen bewusst, also schienen sie sich gegenseitig mit Leistungsbekundungen übertreffen zu wollen, um irgendwie aus der Masse herauszustechen. Doch weil fast jeder so agierte, versanken sie durch dieses Verhalten ja erst recht in der Masse. Ich weiß nicht, ob es Frauen gibt, die von Angeberei beeindruckt sind. Mir war das total unsympathisch. Aus meiner Sicht schienen diese Männer überhaupt keinen Sinn dafür zu haben, dass eine Frau, die unverbindliche Kontakte sucht, vor allem eins braucht: Sie möchte sich wohl, sicher und willkommen fühlen. Doch die Männer, die mich da kontaktierten, schienen überhaupt keinen Wert darauf zu legen, mir ein gutes Gefühl und Freude auf ein Date zu machen. Was sie von sich gaben waren nur narzisstische Selbstüberhöhungen ohne Sinn für die Bezogenheit auf das Gegenüber. Meist ging es darum, wie toll sie doch waren, was für Checker und coole Typen. Ein für mich total abstoßendes Balzgehabe.

Einmal ging mir das alles so auf die Nerven, dass ich mehr oder weniger aus Ärger einen Text mit einem Preis dazu verfasste. Das war gar nicht so ernst gemeint, eher als Jux. Und dann veränderte sich etwas. Und zwar so rapide, als hätte ich einen Schalter umgelegt. Die Anfragen, die ich jetzt plötzlich bekam, waren nicht mehr so von bemühter Angeberei geprägt, sondern einfacher, pragmatischer. Das meiste klang auf einmal ungefähr so:

„Hallo! Ich hab dein Angebot gesehen und es gefällt mir sehr. Ich würde das gerne in Anspruch nehmen und wollte dich fragen, ob du nächste Woche Zeit für ein Date hast. Liebe Grüße!“

Wow! So ging es also auch! Die Notwendigkeit (oder wohl besser: Möglichkeit) der Bezahlung schien den Männern irgendwie den Druck zu nehmen, sich als der krasseste, coolste Typ hinstellen zu müssen. Sie hielten den Ball flacher, klangen nicht so angestrengt und waren meist einfach ganz normal höflich in ihren Anfragen.

Tja, und so kam es, dass ich irgendwann den ersten Kunden traf. Davon war ich mehr oder weniger überrumpelt. Der Mann, der mein erster Kunde sein sollte, wusste vom Schreiben schon, in welcher Gegend außerhalb Wiens ich wohnte. Eines Abends schrieb er plötzlich: „Du, ich bin in deiner Nähe, hast du Zeit für ein Treffen? Wäre in 30min da.“ Ich hatte tatsächlich zufällig Zeit, und wir chatteten ja schon eine Weile und er war mir durchaus sympathisch. Sollte ich wirklich? Ich musste schnell entscheiden. So fasste ich mir ein Herz, stieg ins Auto und fuhr zum vereinbarten Treffpunkt. Dort parkte ich so, dass ich alles überblicken konnte, ohne selbst gesehen zu werden. Und da kam auch schon ein Auto, auf das die Beschreibung passte. Ein weißer Audi mit deutschem Kennzeichen, der sich auf einen großen Parkplatz stellte. Ich fuhr zu ihm, sodass wir nebeneinander zum Stehen kamen. Das Herz schlug mir bis zum Hals. Er lächelte herüber zu mir. Ein Mann in seinen späten 30ern mit etwas längeren Haaren. Es schien für ihn das Selbstverständlichste der Welt zu sein, sich so zu treffen. Unkompliziert, sympathisch – passt.

Was dann kam, war eine zwar etwas abenteuerliche, aber durchaus erfrischende sexuelle Begegnung – zwischen Bäumen, und dann in einem Feld. Es machte mir Spaß. Ich genoss es, schiere männliche Geilheit zu spüren. Ohne aufwändige Verführungsrituale, ohne die Angst, abgewiesen zu werden. Das war etwas, was mir schon lange gefehlt hatte. So vergnügten wir uns miteinander, auch er kümmerte sich mit einem enthusiastischen Cunnilingus um mich, was jedoch aufgrund der räumlichen Gegebenheiten für mich zwar nett, aber nicht sonderlich befriedigend war. Aber egal, darum ging es nicht. Es ging um dieses Erlebnis im Ganzen.

Irgendwann schlenderten wir dann erschöpft zurück zu unseren Autos. In der ganzen Zeit hatte ich jedoch total darauf vergessen, dass dieses Treffen ja nun als bezahltes Date vereinbart gewesen war. Ich hatte ja die ganze Zeit mit allen möglichen Männern von verschiedensten Plattformen für gratis Dating und seit kurzer Zeit auch für bezahlte Dienstleistungen geschrieben, sodass ich spontan nicht mehr am Schirm hatte, was dieser Mann nun gleich tun würde: Er beugte sich ins Auto, holte seine Brieftasche hervor und streckte mir das vereinbarte Honorar entgegen. Ich war völlig perplex. Das war wie eine Initiation. Sollte ich das jetzt wirklich annehmen? Oder sollte ich sagen: „Ach was, das war nur ein Schmäh!“? Fast surreal wirkte die Situation auf mich. Er stand da im Lichtkegel einer Straßenlaterne in dieser Sommernacht, in seinem weißen T-Shirt, lächelte mich an. „Bitte schön, das ist für dich.“ Und so nahm ich mein erstes Honorar entgegen. Er gab mir noch ein Abschiedsbussi, wünschte mir eine gute Nacht, stieg ins Auto und fuhr fort.

Ich blieb zurück mit jenem beglückenden Gefühl, das eine sexuelle Begegnung hinterlassen kann, und mit einigen anderen Gedanken. Mir war klar: Dieser Mann würde mich nicht stalken. Dieser Mann wäre nicht beleidigt, wenn er keine Antwort von mir bekommt, denn dann sucht er sich eben eine andere. Weil: Er nimmt das Ganze nicht persönlich. Er hat sich jetzt eine unkomplizierte Dienstleistung gegönnt, die nichts mit ihm als Gesamtpersönlichkeit zu tun hat. Deshalb muss er sich auch nicht als Person zurückgewiesen fühlen, falls ich nicht mehr für ihn erreichbar bin, keine Antwort gebe oder ablehne. Und genau das war es, was ich suchte! Genau so hatte ich es mir gewünscht!

Und so kam es, dass ich immer wieder mal Inserate mit einer Honorarforderung veröffentlichte. Meine Gratis-Dating-Angebote dagegen wurden aufgrund ihrer Mühsamkeit mit der Zeit immer uninteressanter. Das war alles so 2017 herum, und ich noch an der FH St. Pölten als Researcher und Lehrende am Institut für Inklusionsforschung beschäftigt. Da war es also nun: Das vielgerühmte Doppelleben. Als Hure und Wissenschaftlerin. Aber dazu das nächste Mal mehr.

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