Rollercoaster Love

Wenn ich mir was wünschen dürfte… dann hätte ich jetzt gerne die Sicherheit, dass sich niemand auf den Schlips getreten fühlt durch meine Worte und durch meine Bilder. Aber das bleibt wohl ein Wunschtraum. Worum es geht? Ach ja:

Einer meiner vertrautesten Stammkunden ist Rollstuhlfahrer. Wir haben ein paar hübsche Fotos gemacht. Wir haben vor ein paar Monaten sogar einen Porno gedreht! Der erscheint übrigens gerade in meinem Membersbereich und auf Onlyfans

Gestern hab ich ein harmloses Foto von uns auf Facebook und Insta gepostet, aber wohlweislich vorerst mal nur in den Stories. Prompt kamen in den (nur für mich sichtbaren Comments) ein paar Vorwürfe, dass ich wohl disabled people instrumentalisierte und ich mich des (Dis-)Ableismus schuldig machte. 

Nun, aus meiner Sicht stellt sich das Ganze so dar: Leute verschiedenster Körperformen, Aufrechtgeher, Rollstuhlfahrer, Angehörige verschiedenster Gewichtsklassen, Altersgruppen und Einkommenskohorten gehören zu meinen Kunden. Manche von denen machen gern Fotos oder Videos mit mir. Ich begegne Menschen völlig unvoreingenommen bezüglich ihrer Körperlichkeit. Erotik entsteht aus der Spannung zwischen zwei Persönlichkeiten, und diese ist sehr unabhängig vom physischen Erscheinungsbild oder davon, wie eine Person ihren Körper einzusetzen vermag. Auch mit vollkommen impotenten Männern hab ich bereits den wunderbarsten Sex abseits des Phallozentrismus erlebt – aber das nur am Rande. 

Ich verwehre mich also gegen Vorwürfe der Diskriminierung. Wer es skandalös findet, dass auf meinen Erotikfotos auch mal jemand im Rollstuhl zu sehen ist, nun, der sollte dringend vor seiner eigenen Tür kehren, denn gerade diese Perspektive ist es, die Rollstuhlfahrer erst recht wieder zu etwas “Besonderem”, “Außenstehendem” macht, was man nicht auf Erotikfotos sehen soll. DAS ist Exklusion. Der hier mit mir abgebildete Herr ist überdies ein einfühlsamer, toller, ausdauernder Liebhaber, dessen Bettgenossin ich mit großer Freude bin. Das muss so mancher “Gesunde” ihm erst mal nachmachen. 

Uns hat es jedenfalls Spaß gemacht, uns vor der Kamera zu vergnügen. Wer wieder quäken will, soll das tun – dann bedanken wir uns recht herzlich für die Aufmerksamkeit, die dadurch auf uns gezogen wird. Ich verrate euch sogar noch was Skandalöses: Im Rollstuhl kann man wunderbar Sex haben! Als Reiterin kann man sich nämlich super hinten festhalten und dem Herrn die Sporen geben. Aber immer auf angezogene Bremsen achten, sonst… huiiii! 😁 In diesem Sinne, egal ob du im Rollstuhl sitzt oder nicht: 

INDEPENDENT ESCORT WIEN

…ist deine Ansprechpartnerin für Begegnungen, die der Lebensqualität dienen. 

2 Kommentare
  1. Torsten Breitkopf
    Torsten Breitkopf sagte:

    Hallo Thorja, liebe Leserinnen und Leser

    Ich finde die Fotos ästhetisch,erotisch, heiß, normal und selbstverständlich. Diese Selbstverständlichkeit strahlen die Fotos auch aus, man sieht Euch beiden an,das Ihr darauf Bock und Lust habt.

    Diejenigen, die dich in Kommentaren, anfeinden bzw. Diskriminierung vorwerfen, merken im Grunde nicht das sie selber diskriminieren.

    Behinderung ist so selbstverständlich wie in Wien eine Sachertorte essen, sollte man meinen. Das dies nicht so ist, löst bei mir Kopfschütteln aus.

    Und ja, einfach weiterleben, Leben leben, Leben genießen, Körper spüren, und Sexualität. Komm wie Du bist… Mit und ohne Rollstuhl. Es ist gut… es ist normal.

    Ich bin devot und Masochist.
    Ich rocke mein Leben im Rollstuhl.
    Na und? … Ich rocke…
    Weitermachen.

    Liebe Grüße
    Und einen schönen Tag aus Bielefeld
    Torsten ✌️

  2. Paul
    Paul sagte:

    Thorja, Deine Worte, Deine Einstellung Rollstuhlfahrern gegenüber, sind der reinste Balsam für meine Seele. Ich (75) zähle ebenfalls zu dieser “besonderen” Gruppe von Menschen – der Geist ist wach und intakt, die Seele hat keinen Schaden genommen. Der Körper hat allerdings nur noch einen Bruchteil seiner früheren, normalen Beweglichkeit … es sind die Muskeln. Die Durchblutung ist in Ordnung. 😉
    Ich danke Dir aus ganzem Herzen für diese positiven, in doppeltem Sinne aufrichtenden Worte! Und wer weiß, vielleicht werden wir einander sogar einmal real begegnen.
    Ganz lieben Gruß,
    Paul

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