Wie geht’s euch, wenn ihr euer Handy zur Hand nehmt und euch durch diverse Medien scrollt? Seht ihr dann auch fast nur noch wunderschöne Menschen in den bezauberndsten Szenerien? Bei mir sind die Feeds jedenfalls voll davon. Doch daran gibt es einen Haken: Die meisten davon hat es so nie gegeben.

Was früher Filter niederbügelten und Effekte gleichschalteten wird heute von KI einfach gleich komplett neu (und besser) erschaffen. Das ursprüngliche Foto, das man der KI hierfür zur Verfügung stellt, ist nur noch eine Art Basisrohstoff für eine allumfassende Neuerfindung von Content. Ich verstehe die Faszination durchaus. Wahrscheinlich spielen wir alle gern mit schönen Bildern. Und ja, es ist wirklich frappierend, wie überzeugend man in Sekundenschnelle an Sehnsuchtsorte verfrachtet ist und dabei perfekt aussieht. Das will ich gar nicht in Abrede stellen, genauso wenig wie ich Künstliche Intelligenz an sich verurteile. Ganz im Gegenteil, ich benutze sie selbst täglich als Werkzeug, allerdings in anderen Kontexten.

Eine Schattenseite davon sehe ich allerdings darin, dass Perfektion durch die technischen Möglichkeiten ein allgemeingültiger Maßstab geworden ist. Schließlich ist sie für jeden zu jeder Zeit verfügbar. Das gilt für geschliffene Sprache in wissenschaftlichen Texten genauso wie für Erotikcontent. Wer sich an diesem Maßstab nicht misst, ist im Urteil von Insta/OF/TikTok und Co. bestenfalls unsichtbar, meist jedoch vor allem eins: schirch. Umgekehrt herrscht mittlerweile so etwas wie eine allgemeine Verdachtslage: Wer wirklich gut aussieht oder gut schreibt, ist sofort mit dem Vorwurf des KI-Betrugs konfrontiert. Früher war man einfach stolz, wenn ein guter Text gelungen ist. Heute dagegen ist man schnell verunsichert: Klinge ich noch authentisch wie ein Mensch oder schon verdächtig glatt?

Was visuellen Content betrifft, muss man sich keine Fertigkeiten mehr aneignen: Rudimentäre Kenntnisse in Fotografie und Posing sind zwar nett, aber nicht mehr notwendig. Das kann KI einfach besser. Und schließlich dämmert einem, was längst Realität ist: Das meiste, was auf Contentplattformen zu sehen ist, ist künstlich erzeugt und wird von gekauften Followern und Bots bewundert. Die Ironie dabei ist ja fast poetisch: Menschen kaufen künstliche Bewunderer, um echten Menschen zu demonstrieren, dass sie bewundert werden.

Für Leute wie mich stellt sich dann die Frage: Will ich auf so einer Spielwiese noch mitspielen? Die Antwort lautet: Die Spielregeln taugen mir eigentlich nicht mehr, also eher nein. Das ist keine Umwelt mehr für mich, das macht eigentlich keinen Spaß mehr.

Noch ist es ja so, dass die generischen Fotos und Videos mit etwas Sensibilität als maschinell erzeugt erkennbar sind. Ich verfüge zwar nicht über die analytischen Kenntnisse, dies an harten Fakten festzumachen, aber ich bilde mir ein, es zumindest tendenziell an der immer gleichen Stimmung zu erkennen. Dem KI-Content unterliegt (noch!) stets eine gleichbleibende Ästhetik, dieses traumartig Leichte, dieses Schlaglichtartige, dieser Zauber, der glauben machen will, dass der perfekte Moment im Strom eines immer inspirierenden Lebens stets aus der Hüfte zu schießen ist. Doch auch das wird sich ändern. KI-Ästhetik wird variantenreicher werden und somit wahrscheinlich sehr bald gar nicht mehr als solche erkennbar sein.

Es gibt zwar auch Gegentrends, die sich unscharf um den alten Begriff Body Positivity drehen. Leider entsteht aber dort oft der Eindruck, dass normale Variationen von Körperformen eben gerade nicht normalisiert, sondern im Gegenteil pathologisiert werden. So wird etwa nicht nur allen, die etwas kräftigere Beine haben, nahegelegt, zu hinterfragen, ob dahinter nicht ein behandlungsbedürftiges „Lipödem“ stecken könnte. Mehr noch: Selbst schlanke, total durchtrainierte, ja sogar dünne Beine könnten daran erkrankt sein, erfahren wir aus den Sozialen Medien. Gar Frauen, die aussehen wie Bodybuilderinnen, kneten publikumswirksam vor der Kamera an ihren Schenkeln herum. Geil. Klick. Aber daraus folgt: Man kann sich nie sicher sein! Am besten hinterfragt man immer und grundsätzlich, ob die eigene Körperform nicht vielleicht doch Symptom einer Krankheit ist. (Einschränkung: Das gilt in diesem Fall nur für Frauen. Die Haxen von Männern unterliegen meist nicht derart feindseliger Beobachtung, Sezierung und Diagnose.)

Allem Anschein nach ist das Ganze psychologisch attraktiv. Der Druck, gut auszusehen, lastet auf vielen Menschen enorm, und die (KI-generierten) Schönheitsideale sind so unrealistisch und dennoch so normativ, dass es eine Entlastung zu sein scheint, die eigene Körperform als Diagnose nennen zu können: Ich bin halt krank, ich kann nichts dafür.

Und wenn es nicht gelingt, Körpervariation zu pathologisieren, soll man sich offenbar dafür entschuldigen. Oder man muss betonen, dass man sich dafür NICHT entschuldigt, was ja auf dasselbe hinausläuft, da damit implizit ein Vorwurf vorausgesetzt wird. Genau diesen Eindruck vermittelt etwa die Werbung einer großen Unterwäschekette, die groß „Not Sorry“ plakatiert und dazu eine völlig normale Frau zeigt. Dieser Schuss ist aus meiner Sicht ordentlich nach hinten losgegangen.

Was bedeutet das nun alles für mich?

Ich bewege mich dabei selbst in einem Widerspruch. Denn einerseits ist für mein Geschäftsmodell natürlich schon eine gewisse Art von Attraktivität Voraussetzung, um überhaupt von manchen Menschen positiv bemerkt zu werden.

Andererseits habe ich mich durch die bewusste Kultivierung meiner individuellen Besonderheiten von den gängigen Kategorien der „Normschönheit“ klar distanziert. Derart großflächige Tattoos UND ein Alter jenseits der 40, gepaart mit der gelegentlichen Emission von mehr als 3 zusammenhängenden eigenständigen Gedanken, sind ja gemeinhin mit Beautystandards bei Frauen, noch dazu in dieser Branche, überhaupt nicht mehr vereinbar.

Ich weiß natürlich nicht, wie das Geschäft laufen würde, wenn ich jünger und untätowiert wäre und meine Website nur von goldenen Escortfloskeln, die so klingen als stammten sie aus derselben Fabrik wie Werbesprüche für Duftkerzen, durchwölkt wäre. Aber abgesehen davon, dass das ja nicht „ich“ wäre und ich das deshalb nicht wollen würde, ist diese Distanzierung von Normativität für manche Menschen erst recht wieder attraktiv. Das meinte ich mit „Art“ von Attraktivität.

Vielleicht sind es diese Besonderheiten, die mit dazu beitragen, dass sich die Menschen, die mir begegnen wollen, unabhängig von ihrer Körpergeschichte bei mir wohlfühlen. Ich erlebe Menschen mit den unterschiedlichsten Körperformen, trainiert und untrainiert, schlank und füllig, mit Narben, Falten oder Behinderungen. Aber auf beiden Seiten, sowohl auf meiner als auch auf jener meiner Kunden, verliert diese Oberfläche nach erstaunlich kurzer Zeit an Bedeutung. Was zählt, ist die Begegnung.

Der Körper muss hier nichts beweisen. 

 

Er darf einfach da sein, berührt werden, berühren, genießen und genossen werden.

Vielleicht ist es ja mittlerweile fast ein politischer, widerständiger Akt geworden, einen Körper nicht mehr als „Projekt“ ständiger Optimierung, Diagnose und Inszenierung zu betrachten, sondern als etwas, das bereits JETZT gut genug ist, um Nähe, Lust und Zärtlichkeit zu erfahren. Ich glaube daher schon, dass man den Menschen wieder öfter Unperfektheit zumuten kann und sollte. Nicht als „Trend“, sondern einfach als Realität.

Echte Körper, die eine Geschichte haben, die man ihnen ansieht, haben eine Daseinsberechtigung. Und eine Genussberechtigung. 


Liebe Leser, ich wünsche euch einen wunderschönen Start ins Jahr 2026! Bleibt mir (und mit mir) untreu! Hier ein kleiner Augenblick, was die Augen zu blicken bekommen könnten, wenn wir uns sehen. 😍

 

Bitte nehmt auch ein paar Neuerungen für Neukunden im Angebot zur Kenntnis:

Für mir noch unbekannte Herren, die mich gerne kennenlernen möchten, sind die Honorare für das Jahr 2026 leicht erhöhend angepasst. Dafür gibt es jetzt aber auch das eine oder andere Entgegenkommen von mir für wiederholt Buchende. Details siehe unter Kontakt – Honorar usw. 

Wenn du mich aber schon persönlich kennst, betrifft dich das alles sowieso nicht, da zwischen uns ohnehin eine andere Honorargestaltung vereinbart ist. Dazu kann man dir ja nur gratulieren.🥰

Bussi, eure Thorja ❤️ (auch der Filf lässt euch lieb grüßen). 

…ist ja mein Lieblingsgenre unter den Zuschriften, die mich/uns erreichen.

Also nur weil das bei eurem Friseur, eurer Steuerberaterin oder beim Physiotherapeuten reingeht, dass ihr eine unentgeltliche Leistung gegen Essen, Tanzschritte, Fotos etc. bekommt, muss das noch lange nicht bei einer Escort der Fall sein. 😵‍💫 Seufz. 

 

Bekannter Szenekoch mit Lokal in der Wiener Innenstadt.

 

Fotograf. Bissl knipsen, dafür sollte schon ein gratis Fick drin sein. Anscheinend habe ich ja „Geschenke“ zu vergeben. Ich bin seiner Kunst halt einfach nicht würdig.

 

Influencer-Pärchen beim gratis Unicorn-Hunting für einen 3er. Bei den Bachata-Stunden wäre ich fast schwach geworden. Oder war es der Ostitalien-Humor? Ich vergaß.

…dass ich wieder mal einen Blog schreiben könnte. ☠️😴

Mittlerweile fragen mich schon Menschen, was denn „passiert“ oder, noch schlimmer: „vorgefallen“ sei. Meine Güte, nichts ist passiert oder vorgefallen. Hatte nur einfach keinen Bock. Außerdem ist für spontane Meldungen mittlerweile unser Telegramkanal das Mittel der Wahl. Es ist also echt nicht notwendig, bei uns Sexworkern immer gleich irgendwas Krasses zu interpretieren, wenn wir mal eine Weile zurückgezogener sind, oder aufhören. Oder wieder anfangen. Dafür muss es nicht immer irgendwelche sensationellen Gründe geben, die sich zum voyeuristischen Konsum eignen, also chillt mal und seid nicht gleich hysterisch. 😁

Vielleicht habt ihr aber gesehen, dass ich die FAQ etwas ausführlicher gestaltet hab. Wenn euch noch Fragen einfallen, von denen ihr denkt, dass sie allgemein interessant sein könnten, schickt mir die doch bitte auf den euch bekannten Kanälen (von mir aus auch als Kommentar direkt hier drunter, werde ich aber nicht veröffentlichen). Sofern sie mir beantwortungswürdig erscheinen, werde ich sie in die FAQ aufnehmen. 

Wir wünschen euch jedenfalls nachträglich ein gutes Neues Jahr und versprechen nicht, dass wir 2025 aktiver sein werden. 😘

Alles Liebe, Thorja + Filf 

 

Liebe Lesende, long time no read in the blog! 

Ich dachte mir, jetzt da es draußen zunehmend frisch wird, freuen euch vielleicht ein paar Erinnerungen an den vergangenen Sommer. Mögen sie euch Herz und Schritt erwärmen!

Angefangen haben wir an der Nordsee, Cuxhaven und Helgoland. Ich wollte unbedingt mal das Wattenmeer erleben. Was für eine Erfahrung, bei Ebbe ins Meer zu gehen, den Strand und seine Geräusche hinter sich zu lassen, und mit jedem Schritt tiefer in die eigenen Gedanken einzutauchen. 

Das wirklich sehr angenehme Nordseeklima bei maximal 28 Grad war für mich sehr erholsam. Ich bin ja nicht unbedingt so der Hitzefan. Hier im Hintergrund die „Lange Anna“ auf Helgoland. 

Strandkörbe, so weit das Auge reicht. Sie bieten Wind- und Sonnenschutz zugleich. Hab sowas zum ersten Mal benutzt und bin begeistert. 

Die nächste Destination war dann Frankreich, genauer gesagt Tours im Loiretal. Mit Tours verbindet mich eine wichtige biographische Station meines Lebens, weshalb ich dort unbedingt mit dem Filf hin wollte um ihm all das zu zeigen und auf alten Pfaden zu wandern…

Hier sind wir endlich eingekehrt am Place Plumereau, um ein rotes Bier zu trinken – ein für mich bedeutungsschweres Ritual! 

Aus dem Hotel konnte der Filf dann einen ersten Blick auf die schönen, teilweise viele hundert Jahre alten Fachwerkhäuser werfen. Die Erhebungen im Vordergrund sind etwas jünger. 

Zwischendurch dachte ich mal: eigentlich bräuchte man hier einen Extraurlaub, nur um zu essen. Schmankerln an jeder Ecke! 

Ein Ausflug zu ein paar märchenhaften Schlössern im Loiretal durfte auch nicht fehlen. So schön das hier auch aussieht, das ging beinahe über meine Kräfte, hatte es doch 39 Grad an diesem Tag… 🥵

Im klimatisierten Hotel hab ich mich dann zur Erholung an den Arsch des Filfs geklammert. Meine Zunge in ebendiesem tat dann ihr übriges, um ihm Erfrischung und Erleichterung zu verschaffen. 😁 Unglaublich, was dieser Mann abspritzen kann. Zum Glück war die Kamera an, ich hätte es ja sonst gar nicht gesehen!

Um der Hitze ein bisschen zu entgehen, machten wir unter anderem einen Ausflug an den Atlantik nach La Rochelle. Wo es feine Büstenhalter gibt, wie man sieht: 

Dort hab ich dann auch diesen wunderbaren, reifen Mann aus dem Wasser gefischt: 

Und hier stoßen wir auch schon wieder zum Abschied an. Ich komme garantiert eines Tages wieder nach Tours! ❤️

Und zuletzt ging es dann noch ein bisschen nach Kroatien, wo es bei maximal 33, 34 Grad klimatisch erträglicher war als in Frankreich. 

Total gechillte Streunerkatzen an jeder Ecke. 

Verwunschenen, verwinkelte Gässchen, in denen man sich gerne verliert.

Der Lost Place Haludovo, einst ein Luxushotel. 

Der Filf hat den härtesten und größten vom ganzen Strand:

Auf dem Weg nach Baška! Der erste Blick aufs Meer. Da muss ich mich gleich dazu stellen. 😇

Ja, und die Melonen brauchen zwar noch ein bisschen Sonne, sind aber schon reif! 😆

Ein Sternenhimmel auf Krk… ❤️

Der Filf hat hier die Anfangsphase in der Entstehung des kreativen Prozesses eingefangen: 😁

…und sich am Abend nach der ganzen Hatscherei eine Fußmassage verdient! 🥰

Ich hoffe jedenfalls, ihr hattet auch einen erholsamen Sommer! Wie immer gilt: Mehr und stets tagesaktuellen Content gibt’s auf unserem Telegramkanal. Wir freuen uns, wenn ihr uns folgt: 

https://t.me/+C3TD_JPQ-ug4YTc0

Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja bald auf ein heißes Date! ❤️

Alles Liebe, Thorja 

Independent Escort Wien

Ich hatte letzte Woche übrigens Gelegenheit, eine Escortbegleitung in ein Candle Light Concert zu machen (Queen + Abba), im Rahmen des Angebots meiner Kultur Specials. Das war trotz der Hitze in der Albertina echt super toll! Hätte das nicht in dieser Qualität erwartet, muss ich gestehen. Und ja, die erste Geigerin (links im Bild) war sehr charismatisch. 😍

Falls euch das interessiert (vielleicht freut sich ja eure Partnerin, euer Partner über eine Einladung in ein solches Konzert?),  hier alle Termine und Locations in Wien: https://feverup.com/de/wien/candlelight

Ich danke dir für den wunderschönen Abend und die darauffolgende Nacht voller Zärtlichkeiten – you know who you are. ❤️ 

Apropos Hitze: Ich verabschiede mich hiermit auch in eine Art Sommerpause, was Escortbuchungen betrifft. Wir sind jetzt dann mal auf mehreren Reisen, dazwischen zwar immer wieder mal da, aber da geht sich kaum was gscheit aus. Für Notphälle könnte ich evtl am 24., 25. und 26.07. ein Date anbieten – schreibt mich bitte einfach an. 😊 Regulär bin ich dann ab September wieder buchbar.

Folgt uns doch auf Telegram, dort wirds jetzt immer lebendiger, und da gibts neben Sexkram auch eine EM-Challenge am Sonntag, und sicher auch (pornöse) Reiseberichte, -fotos, -videos. Im Blog werde ich zwar einiges nachreichen, aber auf Telegram seid ihr live dabei, und das jeden Tag und komplett kostenlos. 

Wir wünschen euch derweil einen schönen Sommer voll heißer Erotik und Leidenschaft, und freuen uns auf ein Wiedersehen und -spüren im Herbst!

Thorja + Filf ❤️ 

…sind nun auch im Rahmen von Vorbesamung, Wife Sharing und Cuckolding für die speziellen Genießer und Fetischisten unter meinen Kunden zu bewundern! 🥰 Details dazu und viele weitere neue, heiße Infos findest du im neuen Menüpunkt „Meine Vorlieben“. Eine neue, transparente Preisgestaltung gibt’s nun unter „Kontakt“. 

Liebe Leute, ich darf euch zur Kenntnis bringen: Am 01. Juni ist Elisabeth de Roo mit ihrem Liederabend „Kein leichtes Mädchen – Käuflicher Liederabend“ in Wien im Radiokulturhaus zu erleben! Hier findet ihr gleich mal alle Infos dazu: Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend – radiokulturhaus.ORF.at 

Und noch was hab ich hier, nämlich ein aufschlussreiches Gespräch mit Christine Nagl zum Stück und seine Entstehung:

 

Elisabeth hat für dieses Werk Interviews mit fast 100 Sexworkern geführt und das damit Erfahrene in die Form eines Liederabends gegossen. Auch ich war mit Elisabeth über viele Monate hinweg in intensivem Austausch, weshalb mich mit dem Stück auch persönlich sehr vieles verbindet. Ursprünglich war meine Anwesenheit bei Podiumsgesprächen nach ihren Aufführungen in Salzburg und Wien geplant, doch aufgrund der persönlichen Anfeindungen, die ich (von Männern wie von „Feministinnen“) erlebe, habe ich mich von öffentlichem Erscheinen komplett zurückgezogen. Mittlerweile bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass dies für aktive und als solche erkennbare Sexworker zu gefährlich ist, da man mit öffentlichem Auftreten zum Thema immer Hass auf sich zieht. Unter diesen Umständen ist es nicht mehr möglich, persönliche Treffen mit Unbekannten durchzuführen. As simple as that. Insofern verbindet mich mit Elisabeths Stück auch Persönliches auf einer weiteren Ebene: Es markiert für mich das Ende jedes Aktivismus zugunsten meiner Sicherheit. Zumindest als auf dem Markt erkennbare Person. Es gibt einige Sexworker, die incognito politisch aktiv sind – vielleicht wird das eines Tages ein gangbarer Weg für mich. 

Das Stigma ist also immer spürbar, egal wie mutig man ist. Man kann sich ihm kaum entziehen. Auch und vor allem darum geht es in Elisabeths Stück. Und das, ohne eine klischeehafte Opfergeschichte zu erzählen. Kommt und taucht ein in die Geschichte, die Elisabeth erzählt. Die Geschichte von Felicitas, der Sängerin, die nach einer Scheidung auf einem Schuldenberg sitzt und sich dann in der Sexarbeit versucht. Vielleicht bin ich ja im Publikum und wir sehen uns! Aber keine Sorge: Ich grüße niemals zuerst. 🙂  

Unweit des Flughafens Graz gibt es eine vielen noch eher unbekannte Location: Das SOHO, eine Einrichtung, die als luxuriöser Swingerclub betrieben wird (eher nicht so mein Interesse), aber auch sehr tolle Zimmer für einige Stunden wichtiger Besprechungen unter 4 Augen zur Verfügung stellt. Große Badewannen und Balkone, eine Minibar und frische Weintrauben runden das Besprechungsergebnis ab. Auch Videoaufzeichnungen sind explizit erlaubt. Neben Hitzendorf bei Graz gibt es in der Region nun also einen zweiten angenehmen und diskreten Ort des Rückzugs zu zweit. 

Hier ein kurzer Videoschwenk vom vergangenen Mittwoch aus dem „schwarzen Zimmer“. 🙂 Vielleicht sehen wir uns dort ja mal!

Die Badewannen sind wirklich phänomenal groß! Ich glaube, man könnte darin gar nicht alleine baden, weil man mangels Erreichbarkeit des gegenüberliegenden Endes ständig unter Wasser rutscht, wenn ihr wisst, was ich meine. Aber zum alleine Baden sind die Wannen im SOHO ja auch nicht gedacht. ❤️

Hektor kommt auf ein Krauli vorbei ❤️.
Und so geht’s meinem Fuß zur Zeit. Bin wieder mobil, trage aber noch diese sexy Zehensocke (und das Tag und Nacht und auch beim Sex) sowie einen orthopädischen Schuh, wenn ich gehe.

Kürzere Strecken bewältige ich bereits ohne Krücken, ich darf den Fuß voll belasten, jedoch noch nicht abrollen. Diese Art der Fortbewegung ist mit der Zeit ganz schön anstrengend, da man den Fuß nie normal aufsetzen kann, weshalb ich für „längere“ Strecken noch Krücken bevorzuge (so trainiert waren meine Brust- und Schultermuskeln wohl noch nie… 🫣). Spaziergänge sind also noch nicht ganz drin, aber in häuslicher Umgebung hab ich keine Einschränkungen mehr. 

Ein ganz wichtiger Meilenstein für mich: Ich kann wieder fahren! So ganz ans Haus gebunden zu sein, das war für mich wirklich orsch. Die erste Autofahrt fast 2 Wochen nach der OP war eine unbeschreibliche Befreiung!

Das bedeutet: Meine engsten Geschäftsfreunde, (also die, denen die Zehensocke wurst ist) besuche ich ab sofort wieder. 

(Wenn du nicht weißt, ob du ein enger Geschäftsfreund bist, bist du wahrscheinlich keiner. 😁)

Let’s grow! 💫

Thorja 

Independent Escort Wien

…ist die einzigartige Begleitung für nette Menschen. ❤️